Stadtrundgang

18. September 2026

18.09.2026 15:00 Uhr Köln-Ehrenfeld Stadtteilführung Prof. Dr. Marianne Bechhaus-Gerst: Von "China" bis nach "Sansibar"

Der deutsche Kolonialismus hat tiefe Spuren in den städtischen Räumen hinterlassen. Denkmäler, Straßennamen, Gebäude und Institutionen sind Teil der kolonialen Topografie unserer Städte. Die kolonialen Bezüge sind nur manchmal, zum Beispiel bei Denkmälern oder Straßennamen, noch sichtbar. Häufiger sind sie unsichtbar, teils, weil der Krieg ihre materiellen Manifestationen zerstört hat, teils, weil ihr kolonialer Ursprung oder Zusammenhang vergessen, ignoriert oder von anderen, nachkolonialen Erzählungen und Zuordnungen überlagert wurde. Hier sind zum Beispiel Museen, Universitäten, Zoos und Botanische Gärten als Orte kolonialer Wissensproduktion und Vermittlung zu erwähnen. Gerade die kritische Auseinandersetzung mit den Spuren, die sich nicht unmittelbar erschließen, steckt vielerorts in den Anfängen. So auch in Köln. Gerade hier sind viele materielle Überbleibsel der kolonialen Vergangenheit im Krieg zerstört worden. Zwar gibt es, z.B. in Ehrenfeld, Straßennamen mit eindeutig kolonialen Bezügen. Es gibt aber sehr viel mehr koloniale Spuren zu entdecken, die sich nicht unmittelbar erschließen. (©Text Marianne Bechhaus-Gerst)

Die emeritierte Professorin Marianne Bechhaus-Gerst hat fünf Stadtteilrundgänge entwickelt, die sich mit den kolonialen Spuren im Stadtbild befassen. Wir haben alle fünf Stadtteilführungen bereits angeboten. Aufgrund des großen Interesses, bieten wir diese noch einmal an: Nach der Südstadt im Frühling, geht es dieses Mal nach Ehrenfeld.

Treffpunkt: 14:45 Uhr Takuplatz, 50825 Köln

Beginn: 15:00 Uhr

Takuplatz bis Sömmeringstraße; ca. 1,5-2 Stunden, Fußweg ca. 2,8 km

Gebühr: Mitglieder 17 €, Gäste 22 €

Anmeldung info@rjmkoeln.de

Bitte überweisen Sie den Betrag bis spätestens eine Woche vor der Veranstaltung auf das Vereinskonto der Museumsgesellschaft RJM e.V. bei der Sparkasse KölnBonn IBAN DE76 3705 0198 0004 3220 46

Stornierungen sind bis 7 Tage vor der Veranstaltung kostenlos, danach sind Anmeldungen nicht mehr stornierbar.

Bild: Erinnerungstafel in der Lansstraße Foto: AK

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